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Die Geschichte unseres Teckelzwingers

Teil 2 - Die Verdoppelung der Dackelrotte: Mephisto

Heli fand sofort und überall Freunde. Es gibt niemanden, der sie nicht mag. Und so waren auch meine Mutter und Schwester von der Kleinen einfach begeistert und hingerissen. Wir beschlossen daher, meinem Vater zum 60. Geburtstag ebenfalls einen solchen Teckel zu schenken. Sofort wurde Frau Weser, die Züchterin von Heli angerufen und vorsichtig nach einem weiteren Tiger angefragt. Und ich hatte Glück. Es war ein Wurf in Aussicht - der M-Wurf - und es waren noch keine Welpen dieses Wurfs verplant.

Mephisto (hinten) mit seiner Schwester MignonEs klappte aber zeitlich nicht rechtzeitig zum Geburtstag im August, der der Wurf fiel erst im September. Und als ich dann den Wurf sah, zwei kleine süße Welpen, ein Rüde und eine Hündin, war sofort klar, dass es einer von beiden sein musste. Da Frau Weser die Hündin für Ihre Zucht behalten wollte, entschied ich mich für den Rüden und gab ihm den Namen Mephisto. Zwölf Wochen nach der Geburt, d.h. eine Woche vor Weihnachten konnte ich dann Mephisto endlich bei Frau Weser abholen. Knapp eine Woche hatte ich den Kleinen noch für mich, dann musste ich notgedrungen nach Hause zu den Eltern fahren und ihn der schon in voller Vorfreude wartenden Familie übergeben.

Bild oben: oben Mephisto, unten Mignon im Alter von wenigen Tagen.

Als es dann tatsächlich soweit war, konnte ich mich nicht mehr von ihm trennen. Wir hatten uns schon zu sehr aneinander gewöhnt. Und so tat ich alles, was ich nur tun konnte, um meiner Familie den kleinen Mephisto zu vermiesen:

Er bekam z.B. - was für sein Wachstum gut und förderlich war - Milch zu trinken. Nun wirkt Milch beim Hund wie Bier beim Herrchen: Zwar äußerst nahrhaft, aber der Harnfluss wird gefördert, so dass der Hund nach dem Genuss von Milch zügig zum Pieseln nach draußen müsste. Ich habe also sorgfältig aufgepasst, bis Mephisto im Haus die Pfütze gesetzt hat, um dann sogleich mit ihm ins Freie zu gehen. Gleiches war beiMephisto (links), Mignon (rechts) den großen Geschäften der Fall. Mindestens achtmal am Tag waren wir draußen, aber immer erst nachdem er sich im Haus bereits gelöst hat. Dazu hat dann auch noch wunderbar gepasst, dass am heiligen Abend eine meiner kleinen Nichten barfuss in die Hinterlassenschaft von Mephisto hinein getreten ist und diese dann auch noch auf dem Weg zum Bad fast im ganzen Wohnbereich verteilt hat.
Bild links:
Mephisto (l.) und Mignon (r.)

Hier noch ein paar Welpenfotos aus den ersten Tagen:

Aufgrund der nach fester Überzeugung meiner Familie offensichtlich noch nicht vorhandenen Stubenreinheit des Kleinen bot ich also nicht ganz uneigennützig meinen Eltern an, Mephisto noch einmal mitzunehmen und ihm dann in der Zeit bis zu meinem nächsten Besuch, der einige Wochen später stattfinden sollte, eine gewisse Grunderziehung angedeihen zu lassen. Kaum zurück in Berlin, habe ich sofort bei Frau Weser vorgesprochen. Ich hatte Mephisto wieder dabei und es war mir klar, dass ich mich nie mehr von ihm trennen würde. Ich brauchte aber einen Teckel für meine Eltern, da konnte nur Frau Weser helfen.

Nun hatte ich Glück. Frau Weser hatte ursprünglich die Absicht, Mignon - Mephistos Schwester - zu behalten und in der Zucht einzusetzen. Diese Absicht musste jedoch, da Mignon jedoch sehr klein blieb - noch deutlich kleiner meine Heli -, aufgegeben werden.

Und so konnte ich dann im Frühjahr mit drei Teckeln - Heli, Mephisto und Mignon - zu meinen Eltern fahren. Diesmal ließ ich jedoch einen, nämlich Mignon, wieder zurück. Ich war glücklich Heli und Mephisto, wir drei waren unzertrennlich, und an eine eigene Teckelzucht habe ich nicht gedacht, bis sich im Dezember 2002 die Ereignisse dann überschlugen.

 
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