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Die Geschichte unseres Teckelzwingers

Teil 3 - Der Beginn der Teckelzucht: Attila

Immer wenn Heli läufig war, musste Mephisto zwecks Verhinderung der Versetzung Helis in andere Umstände für zwei bis drei Wochen unser Rudel verlassen. Obgleich die tatsächliche Zeit der Empfängnisbereitschaft nur ca. 3 bis 6 Tage dauert, habe ich die Zeit der Trennung relativ großzügig kalkuliert, damit in keinem Fall etwas passiert, denn erstens sind Heli und Mephisto verwandt - Helis Großmutter und Mephistos Mutter sind Wurfschwestern - und zweitens ist eine Verpaarung von Tigerteckeln nicht zulässig. Außerdem wollte ich auch keinen Nachwuchs, denn eigentlich reichten mir die beiden voll und ganz.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Mephisto war ausquartiert und bei lieben Freunden untergebracht, die ebenfalls einen Hund hatten. Mit diesem konnte Mephisto spielen und herumtoben, die beiden Hunde verstanden sich vorzüglich und der einzige, der unter der Trennung litt, war ich. Während dieser Trennungsphase war ich mit Heli an einem Samstag Nachmittag auf der Jagd. Ebenfalls dabei war ein kleiner, schwarz-roter Zwergteckel namens Murphy von der Biebertaler Rasselbande. Da meine Heli auf jeglichen Annäherungsversuch des armen Murphy äußerst genervt, mit bösem Knurren und Zähnefletschen reagierte, waren wir uns sicher, dass Helis Läufigkeit vorbei und ihre speziellen Reize auf Rüden am Abklingen waren. So dachte keiner, dass noch etwas passieren könnte und wir ließen die beiden Teckel alleine im Auto zurück, während wir uns zu einigen kleinen Dickungen im Revier zwecks Erlegung eines oder mehrerer Stücke Schwarzwild begaben. Während die mitgeführten Terrier bei Schwarzwild keinen Erfolg hatten, hatte Murphy diesen Erfolg bei Heli durchaus, wie ich dann später feststellen durfte.

Heli, kurz vor dem WurfIm Laufe des Novembers wurde Heli ein wenig korpulenter, was ich zuerst auf zuviel Futter zurückführte. Aber dann gab mir Frau Weser, die ich Hilfe suchend Anfang Dezember aufsuchte, die Gewissheit, dass meine Heli nicht mehr alleine in ihrem Fell steckte. Nun ging alles ganz schnell.

Da Murphy nun als Verursacher von Helis Umständen eindeutig feststand und er zudem mit Formwert und der erforderlichen Augenuntersuchung eine Zuchterlaubnis des Deutschen Teckelklubs hatte, konnte der Nachwuchs noch legitimiert werden.

Nun begannen also die Formalitäten mit dem Teckelklub, bei denen mir Frau Weser - wofür ihr nochmals hier gedankt sei - hilfreich zur Seite stand. So habe ich lange überlegt, welchen Namen mein Zwinger tragen sollte. Da mir die meisten mir bekannten Zwingernamen viel zu "weichgespült" und nicht dem Wesen eines Teckels gerecht werdend vorkommen und ich der Meinung bin, dass ein Teckel - der zwar äußerlich klein, aber innerlich um vom Charakter ein Riese ist - nicht Blondie von der Maiglöckchenwiese heißen sollte, musste ein Name für den Zwinger her, der - weil der Teckel ein Jagdhund ist - Bezug zur Jagd haben und darüber hinaus auch ein wenig martialisch und dem Teckel und seinen jagdlichen Eigenschaften gerecht werdend klingen sollte.

Der Keiler - Der Namensgeber des ZwingersDa fiel während des Sinnierens über den geeigneten Zwingernamen mein Blick auf die Wand - wo meine erste Wildsau, der von mir im März 2001 geschossene Zwei-Zentner-Keiler von oben herab herunter lachte, und da war mir klar, es musste was mit der Wildsau sein. Schließlich benahmen sich meine Zwei auch manchmal so und wurden dann von mir liebevoll als Sauhunde bezeichnet.

Mit den Stichworten "Wildsau",  "Sauhund", "Schwarzwild" stand der Zwingername für mich dann fest: Der Teckelzwinger vom schwarzen Keiler. Und so kam es dann auch.

Am 21. Dezember 2002 frühmorgens um 3.30 Uhr war es dann soweit: Attila und Agamemnon erblickten das Licht der Welt.

Attila, für den in den ersten 2 Wochen noch keinen Interessenten gefunden hatte und von dem ich mich dann nicht mehr trennen wollte und den ich deshalb behalten habe, ist ein schwarztiger-Teckel wie seine Mutter, Agamemnon - dessen Verkauf mir heute noch leid tut, von dem ich aber weiß, dass er in sehr guten Händen ist - ist schwarz-rot wie der Vater.

Hier noch zwei Bilder vom Anfang: 

Mephisto begrüßt Attila
Mephisto begrüßt den neuen Erdenbürger Attila  

Heli mit Attila und Agamemnon
Die stolze Mama nährt den hungrigen Nachwuchs.

 
Welpen
Unser C-Wurf
Unser B-Wurf
© 2012 DTK-Teckelzwinger vom schwarzen Keiler FCI