|
Die Geschichte unseres Teckelzwingers
Teil 4 - Der Zwinger: Teckel vom schwarzen Keiler
Als die beiden ersten Teckel aus meiner Zucht - Attila und Agamemon - das Licht der Welt erblickten, liefen die Formalitäten mit dem Deutschen Teckelklub. Und das dauert seine Zeit. Denn bevor ein Zwingername endgültig eingetragen und vergeben werden darf, muss geprüft werden, ob der beabsichtige Name nicht bereits vergeben wurde, und außerdem muss der beantragte Zwinger vor der endgültigen Genehmigung auch im Zentralorgan des Deutschen Teckelklubs, der Mitgliederzeitschrift "Der Dachshund", veröffentlicht werden. Es dauert also etwas und geht nicht von heute auf morgen.
|
Nun mag man wohl denken, dass der, der einen
Teckelzwinger hat, seine Teckel in einem Zwinger hält. Grundsätzlich
würde ich dies auch tun, wenn mir ein Zwinger wie rechts im Bild der
Zwinger in Dresden zur Verfügung stehen würde und uns dort auch keine
Touristen stören würden. Nun sind mir Miete und Unterhalt eines solchen
Zwingers zu hoch, so dass als Zwinger dann noch ein Zwinger wie im
unteren Bild in Frage kommen könnte.
|
 |

|
Diese Zwingeranlage ist zwar recht geräumig und
scheint auf den ersten Blick auch sauber und gepflegt zu sein, doch so sollte kein guter Züchter seine Teckel halten.
Solche
Zwingeranlagen sind für Tierheime und Züchtern großer Hunde gedacht, sie werden aber leider auch für Teckel von Massenzüchtern, wie sie im DTK kaum mehr vorkommen, und Hundehändlern genutzt.
|
Zur Frage, was ein Zwinger ist: Die Bezeichnung Zwinger hat eine mindestens dreifache Bedeutung:
1. Zwinger nach Modell Dresden (ganz oben)
2. Zwinger nach Modell Tierheim (oben)
3. Zwinger als Bezeichnung für eine Zuchtstätte
Beim
Teckelzwinger vom schwarzen Keiler handelt es sich demnach um die vom
Deutschen Teckelklub anerkannte Zuchtstätte für Teckel. Wo diese
Zuchtstätte nun untergebracht ist, ob in einer Wohnung, einem Haus,
einem Gehöft oder einer Zwingeranlage, spielt grundsätzlich keine
Rolle. In jedem Fall sind die Bestimmungen der
Tierschutz-Hundeverordnung einzuhalten.
Die
Tierschutz-Hundeverordnung gilt im Übrigen für alle Hundehalter, also
nicht nur für Liebhaber-Züchter, Tierheime oder gewerbliche
Hundevermehrer, sondern auch für jede Privatperson, die einen Hund
hält. Aber, wer sich - von Tierheimen die oft nicht anders können
einmal abgesehen - bloß an die Mindestbestimmungen dieser Verordnung
hält, der sollte keine Hunde halten dürfen und dem würde ich wünschen,
einmal über nur eine Woche so gehalten zu werden.
Was nun
die Haltung meiner Teckel angeht, so sind diese ständig in meiner
Umgebung und mit mir zusammen, ob zuhause in der Wohnung oder tagsüber
im Büro, die Teckel sind immer dabei. Dass sie regelmäßig und
ausreichend Auslauf und Bewegung haben und ihnen auch überall
Ruhemöglichkeiten zur Verfügung stehen, ist selbstverständlich.
Die
Zucht bedarf der Erlaubnis des jeweiligen Rassehundevereins - im meinem
Fall der Erlaubnis des Deutschen Teckelklubs. Dazu wird die Zuchtstätte
vom jeweils zuständigen Zuchtwart bei Begründung der Zucht sowie später
jeweils bei Wurfabnahme und ggf. in unregelmäßigen Abständen auch sonst
besucht und begutachtet.
Ist die
Zuchterlaubnis durch den Zuchtverein gestattet worden, erhält der
Züchter eine so genannte Zwingerschutzkarte, aus hervorgeht, dass der
Zwinger im Zuchtbuch des jeweiligen Vereins eingetragen ist. So sieht eine solche Zwingerschutzkarte aus:
Es ist unschwer zu erkennen, dass vom Zeitpunkt des Antrags im Dezember 2002 bis zur endgültigen Anerkennung Anfang März 2003 einige Zeit verstreichen kann. Es ist daher jedem, der ernsthaft über eine Teckelzucht nachdenkt, zu empfehlen, die Formalitäten frühzeitig zu erledigen und so mit einem bereits anerkannten Zwinger in die tatsächliche Zucht einzusteigen.

Und
alle Teckel aus einer Zucht tragen auch den Zwingernamen des jeweiligen
Züchters, so wie im nebenstehenden Bild meine damals noch vollzählige
Teckelfamilie:
Hinten
links die Mutter Heli vom Lindenhorst aus dem Teckelzwinger von Frau
Weser und rechts hinten der "Stiefvater" unserer Kleinen, Mephisto vom
Lindenhorst, ebenfalls von Frau Weser.
Vorne
dann der Nachwuchs, links Agamemnon vom schwarzen Keiler und rechts
Attila vom schwarzen Keiler, der erste Wurf von meiner Heli und aus
meinem Teckelzwinger vom schwarzen Keiler.
Daher tragen Agamemnon und Attila auch als erste Teckel überhaupt den Namen meines Zwingers. Beim
ersten Wurf müssen die Namen übrigens alle mit A anfangen, der zweite
Wurf mit B und so weiter. Und wenn irgendwann das Alphabet durch ist,
fängts wieder von vorne an.
Leider ist die Teckelfamilie nicht mehr vollzählig.
Für den
kleinen Agamemnon hatte ich schon kurz nach der Geburt eine
Käuferin gefunden, bei der es ihm sehr gut geht. Dennoch hätte ich ihn,
als ich ihn mit knapp zwölf Wochen dann übergeben musste, nicht mehr
hergegeben, wenn der Kauf nicht schon vorher festgemacht worden wäre.
Von Attila, für den ich in den ersten Wochen noch keinen Käufer
fand, konnte ich mich dann auch nicht mehr trennen. Und Mephisto, mein
lieber Mephisto wurde im August 2004 überfahren. Ich werde ihn nie
vergessen.
|